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Zusammenfassung Ausgangslage / Pilotfolge

Lisbeth Berger hat es auf den ersten Blick geschafft. Die 35-jährige ist erfolgreiche Managerin und Leiterin einer Einkaufsmall am Rande der Modestadt Düsseldorf. Sie lebt mit dem gleichaltrigen, eher etwas biederen, aber sehr warmherzigen Bankangestellten Eckart Bücken (42) in wilder Ehe. Die Liebe steht für sie im Vordergrund; ein Trauschein ist nicht so wichtig. Aus dieser harmonischen Beziehung ist Max entstanden, ein ebenso helles wie witziges Kerlchen, das mittlerweile 16 geworden ist. Gemeinsam bewohnt diese kleine Familie ein Reihenhaus in einer mittleren Gegend der Stadt.

Kai Klesper verkörpert den Typ Mann, den jede Mutter für sich als Schwiegersohn wünscht: Sportlich durchtrainiert, gutaussehend, charmant, Architekturstudent, 25. Kai lebt in der Villa seiner Eltern, dem Bauunternehmerehepaar Klesper. Eine goldene Kreditkarte, ein flottes Sportcabrio und die leidenschaftlich schöne Jenny an seiner Seite, wenn die Clique in der Strandbar seiner Freunde Tobias und Daniel am trendigen Medienhafen feiert – Kai geht es gut.

Kai und seine Freunde aus der Strandbar füllen die Weinvorräte derselben im Übrigen immer in Lisbeths Einkaufsmall auf. Von dort her kennt Kai diese Mall ganz gut. Dort hat Kai unter den Augen von Lisbeth der charmanten jungen Verkäuferin Christine schon einmal aus einer fachlichen Verlegenheit gegenüber einem Kunden geholfen. Frauen und ein guter Tropfen – Kais eindeutige Spezialgebiete! Kindern gegenüber reagiert Kai da eher genervt.

Und das hat einen Grund, denn Kai ist schon Vater!

Was er gerne verdrängt: Denn um die kleine Marie, seine sechsjährige Tochter, die aus einem "Ausrutscher" mit seiner Ex-Freundin Mareike entstanden ist und bei dieser lebt, muß Kai sich dank der Alimentezahlungen seiner Eltern nicht kümmern. Sein Zivildienst dagegen macht ihm mehr Spaß: Mit seinem Sportcabrio die alte Frau Meinhardt aus dem Altenheim spazieren zu fahren, verschafft Kai Sympathien und eine Ausnahmestellung unter den Zivis dort.

Kai genießt das Leben demnach in vollen Zügen, ohne sich mit profanen Fragen wie Geldverdienen oder Vaterpflichten zu belasten. Für die Probleme seiner Eltern interessiert Kai sich dagegen weniger; dies aber auch, weil sie es gar nicht anders wollen.

Bis zu dem Tag, der alles verändert!

Kai hat keine Ahnung davon, was seine Eltern durchmachen müssen. Die Baufirma ist überschuldet. Sie steht vor dem Konkurs. Ein Gespräch auf der Bank verläuft desaströs. Walter Klesper und seine Frau wissen nicht weiter. Als Walter während der Fahrt zum Handy greift, um nach Auswegen zu suchen, kommt es zur Katastrophe. Er gerät auf die falsche Fahrbahn und kann dem entgegenkommenden Lastwagen nicht mehr ausweichen. Walter und seine Frau sterben noch am gleichen Abend.

Kai spürt das irgendwie ... als er am nächsten Morgen nach Hause kommt, wird er von Polizei und Gerichtsvollzieher erwartet. Eltern tot, Villa gepfändet, Sportcabrio und Kreditkarte eingezogen – Kai ist obdachlos und am Ende. Und zu allem Überfluß liefert Mareike die kleine Marie bei Kai ab, denn Mareike will mit ihrem schmierigen Freund Ludger eine berufliche Chance in Mailand nutzen und hat sich dafür entschieden, Marie für zwei Wochen bei ihrem Vater zu "parken". Kai sucht in der Mall nach seiner Clique und bricht dort zusammen, als er merkt, dass er als verarmter Vater im Kreise seiner sogenannten Freunde nicht mehr willkommen ist.

Lisbeth hat Mitleid mit dem jungen Mann und nimmt ihn und die kleine Marie zunächst mit zu sich nach Hause

Nicht ahnend, dass es die Bank ihres Lebensgefährten Eckart ist, die durch die Kreditkündigung indirekt den Weg für den tragischen Verlauf des vorangegangenen Tages geebnet hat. Dass Kai nun mit seiner kleinen Tochter im Reihenhaus nächtigen soll, schluckt Eckart zunächst noch.

Max, der Sohn, findet Kai cool; ihn stört das zunächst auch nicht. Und so bietet Lisbeth Kai an, für’s Erste bei ihnen wohnen zu bleiben; auch, weil es das Beste für Marie ist. Das geht Eckart einen Schritt zu weit. Zumal er erkennt, dass Kai und Marie eher fremdeln: Der Umstand, dass Marie gerne kleine Papierstädte baut, läßt zwar zweifelsfrei auf familiäre Bande zwischen Vater und Tochter schließen, aber mit der Chemie harpert es noch. Eckart spürt Unheil aufkommen ...

Nicht zu Unrecht, denn Lisbeth verschweigt überdies noch einen wichtigen Punkt

Sie verheimlicht ihrer kleinen Familie, dass sie an schweren gesundheitlichen Störungen leidet. Ist es eventuell Leukämie? Oder sind es Angststörungen, die die Sympthome hervorrufen, unter denen Lisbeth leidet? Hat es was mit dem Psychoterror ihres Stellvertreters in der Leitung der Mall zu tun, dem karrieresüchtigen Kruschke, der über eine Verbindung zur Konzernleitung verfügt, die besonders brisant ist? Dieser paktiert mit Dr. Stock, einem früheren Liebhaber von Lisbeth und heutigem Vorgesetzten. Kruschke will Lisbeths Posten ... und auch Dr. Stock hat seine eigenen Pläne.

Auch zu Hause verstärkt sich Lisbeths Ärger

Eckart wittert, dass sich etwas besonderes zwischen Lisbeth und Kai entwickelt. Dass Kai sich für Christine interessiert und einen Abend mit der jungen Frau aus der Mall verbringt, beruhigt Eckart nicht. In der Hoffnung, Kai loszuwerden, befreit Eckart für Kai das Sportcabrio aus den Klauen des Gerichtsvollziehers. Dies, damit Kai es verkauft und Startkapital hat, um sein Leben neu zu ordnen. Woanders, wenn möglich! Dass Eckart damit einen Handwerksmeister, der von Kais Vater noch Geld zu bekommen hat, auf Kais Spur bringt, ahnt Eckart zu diesem Zeitpunkt nicht.

Aber auch Lisbeth denkt an Kais Zukunft: Sie stellt ihn als Verkäufer für die Weinabteilung ein. Als zu allem Überfluß die kleine Marie spurlos verschwindet, geraten jedoch alle Beteiligten in Panik.

Ist sie von einem der Gläubiger von Kais Vater entführt worden?

Fast sieht es so aus. Tatsächlich jedoch wollte sie nur zu ihrer Mama nach Mailand, und Kai stoppt mit dem Sportcabrio den Zug in den Süden, um nach einem halsbrecherischen Manöver seine Marie in die Arme zu schließen. Christines Herz wummert dabei recht heftig in Richtung Kai. Doch die Probleme in Bezug auf Lisbeths und Kais Zukunft sind dadurch nicht gelöst ...

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22.04.09