Nofretete - Die Frau des Pharao Langexposé Teil 1 & Teil 2
Ausführliche Inhaltsangabe Teil 1: Die Frau des Pharao
Der erste Teil unseres Filmprojektes beginnt actionreich mit einer Albtraumsequenz, in der das Volk der Hebräer versucht, sich durch eine Flucht in den hochwasserführenden, reißenden Nil vor der Gefangennahme zu retten. Die Armee des Nubierkönigs Supilul kesselt die Hebräer ein. Eine Familie rettet sich in ein Boot. Dieses kentert jedoch. Mit Ausnahme eines kleinen Jungen ertrinken die Insassen, während ein Korb aus dem Boot an das gegenüberliegende Ufer Ägyptens gespült wird. Dort beobachtet der junge Pharao Amenophis das Geschehen und zieht den Korb an Land. Als er die Tücher des im Korb liegenden Bündels entwirrt, erblickt er ein weinendes, kleines Kind mit einem Amulett am Hals: Nofretete.
Es ist Amenophis, der im Albtraum den Moment wiedererlebt, in dem er Nofretete gerettet hat. Diese trocknet ihm nun, fünfundzwanzig Jahre später, die Stirn vom Fieberschweiß. Immer noch mit dem Amulett am Hals. Im ersten Drittel von Teil Eins unseres Films erfährt der Zuschauer, daß Nofretete (25) kurz davor ist, Amenophis (60) aus Liebe und Dankbarkeit für ihre Rettung zu ehelichen. Echnaton (31), der athletische Sohn und Mitregent von Amenophis, ist damit nicht einverstanden. Auch er liebt Nofretete; die Frau, die an seiner Seite aufgewachsen ist und dieselben Privilegien und Ausbildungen genießen durfte, wie er – der Königssohn – selbst. Ihre beste Freundin ist Nofretetes Kinderfrau und heutige Zofe, Nechbet (55). Sie ist eine Art Ersatzmutter für Nofretete, denn diese leidet immer wieder darunter, nicht zu wissen, wer ihre Eltern sind. Ihre Herkunft nicht zu kennen, bleibt ein Dauerproblem Nofretetes. Amenophis sagt nichts dazu und Nechbet schweigt – bis auf den Hinweis, daß das Amulett ihr den Weg zu ihrer Familie ebnen werde, wenn die Zeit dafür reif sei.
Immer wieder vermittelt Nofretete zwischen Vater und Sohn, die wegen Echnatons Hang zu den schönen Künsten und dessen Glauben an einen anderen Gott (Aton) als den, den Amenophis verehrt (den Reichsgott Amun), zerstritten sind. Eje, bildhübsche Hohepriesterin des Amun, steht naturgemäß auf Amenophis‘ Seite und verachtet Echnaton wegen dessen ketzerischer Ideen zur Erneuerung des Königreiches und der Religion. Die Tatsache, daß Echnaton die Menschenopferrituale abschaffen will, läßt Eje (45) um ihre Macht und ihren Einfluß im Volke fürchten. Und natürlich auch darum, daß die Abgaben des Volkes an die Priesterschaft wegfallen, wenn Amun nicht mehr Reichsgott ist. Das gemeinsame Teilnehmen an einer Menschenopferzeremonie mit Echnaton bestärkt auch Nofretete in ihrer Abneigung, derartigen Ritualen gegenüber.
Echnaton hat ein heimliches Verhältnis mit dem jungen May (20), seinem Fächerträger. Dies ändert nichts daran, daß Echnaton Nofretete liebt und nur schwer akzeptieren kann, sie durch die Hochzeit mit Amenophis an diesen, seinen Vater, zu verlieren. Als Supilul (40), aggressiver und machthungriger König des Nachbarlandes Nubien, sowie weitere Gäste zur Hochzeitszeremonie anreisen, kommt es anders, als alle erwarten: Amenophis stirbt während eines heftigen Streits mit Echnaton an einer Herzattacke. Die Verunsicherung im Kreise der anderen Gäste – in erster Linie Könige und Stammesfürsten der Nachbarländer; allen voran aber Tuschratta, Pharao des ägyptentreuen Mitanni – ist groß. Sie fürchten nun um den Wegfall des politischen Gleichgewichtes, für das Ägypten durch seine Armee und die Politik Amenophis‘ gesorgt hat und damit um ihre Zukunft in Freiheit.
Supilul tut nach außen hin friedlich. Aber man traut ihm nicht. Echnaton wird nach dem Tode seines Vaters zum neuen Pharao gekrönt. Er verkündet den Aufbruch in eine neue Zeit, die Erneuerung Ägyptens und die Abschaffung von Menschenopfern. Eje schwört, daß sie sich dies nicht gefallen lasse. Im Laufe des Begräbnisses von Amenophis kommt es zum Streit zwischen Echnaton und Supilul darüber, wie Nofretete behandelt wird. Sie darf nicht am Begräbnis teilnehmen. Supilul, der vom Charme Nofretetes bezaubert ist, reist verärgert ab, weil er Echnaton auch in anderen Fragen nicht ernst nimmt. Daß Echnaton anschließend um die Hand Nofretetes anhält, wird vom Volk mit großem Beifall aufgenommen. Zahlreiche junge Männer himmeln Nofretete an. Doch diese zeigt daran kein Interesse, nimmt die Huldigung nicht einmal zur Kenntnis. Zu tief sitzt die Trauer über den Verlust Amenophis‘ in ihr. Nur aus Loyalität Ägypten gegenüber willigt sie in die Hochzeit mit Echnaton ein. Was Echnaton sehr schmerzt.
Darüber hinaus gibt es jemanden, dessen Absichten Nofretete im Laufe mehrerer Begegnungen bis dahin immer deutlicher wurden: Thutmosis (30), der Bildhauer, der sich von der ersten Begegnung mit Nofretete an in diese verliebt hat und im Auftrage Amenophis‘ die Hochzeitsdekoration verantwortet. Dessen Freund, der gewitzte Markthändler Halef, versucht, dem lebensfrohen Thutmosis auszureden, daß dieser eine Chance hat, bei Nofretete zu landen. Doch der läßt sich in seiner Hoffnung nicht beirren. Nofretete spürt, in Thutmosis die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Sie heiratet Echnaton, verbringt mit ihm eine leidenschaftslose Hochzeitsnacht, verschenkt ihr Herz aber an Thutmosis.
Fünf Jahre später. Ägypten geht es gut. Thutmosis, inzwischen oberster Bildhauer des Landes, hat den Palast modernisiert, richtet Schulen für die Kunst ein und schafft einen ganz neuen Kunststil, der Echnatons Bewunderung genießt. Echnaton und Thutmosis sind zu Freunden geworden, was für Thutmosis nicht ganz einfach ist, denn er hat ein Verhältnis mit Nofretete. Neben dem Reichsgott Amun ist auch die Religion des Aton, die Gottheit, der Nofretete und Echnaton folgen, etabliert. Eje, die Hohepriesterin, hat sich scheinbar mit diesem Kompromiß arrangiert. Echnaton genießt den Ruf als taktisch gewiefter Politiker mit gesundem Mißtrauen seinen Beratern gegenüber. Seine Ehe funktioniert dagegen nur pflichtgemäß. Drei Töchter hat Nofretete Echnaton geschenkt. Aber Nofretete hat Angst, von Echnaton als Ehebrecherin entlarvt zu werden. Thutmosis‘ Vorschlag, Ägypten zu verlassen, will sie nicht folgen. Sie hat sich inzwischen zu einer anerkannten Mitregentin an Echnatons Seite entwickelt und kümmert sich intensiv um die Ausbildung der Jugend.
Doch ein Schicksalsschlag trübt das schöne Leben am Hofe: Maketaton, die zweitälteste ihrer drei Töchter, stirbt. Nofretete glaubt, daß der Tod ihres Kindes der Preis für ihre Liebe zu Thutmosis ist. Thutmosis ist mit seinem Bemühen erfolgreich, Nofretete aus ihrer Trauer zu befreien. Echnaton ist da keine Hilfe. Er sei Pharao, sagt er, und habe nicht zu trauern. Seine Tochter ist am gleichen Herzfehler gestorben, wie Amenophis, stellt der Leibarzt fest.
Echnaton liebt es, seine politischen und religiösen Visionen auf langen Ritten durch die Wüste mit Thutmosis besprechen zu können.
Von den Sorgen seiner Berater wegen der Vernachlässigung der Außenpolitik will Echnaton nichts wissen. Er glaubt fest an die unumstößliche Macht Ägyptens, die sein Land und die Verbündeten unangreifbar mache. Seine Gedanken ranken sich vielmehr um den Bau einer neuen Hauptstadt, mittels dem er seiner Gottheit Aton eine Heimstatt errichten und sie damit zur neuen Reichsreligion erheben will. Die Idee für den Bau von Achetaton ist geboren. Eje, die Hohepriesterin Amuns, ist völlig dagegen und bedient sich ihres Spiones Paranefer – einem Diener, der sich inzwischen zum Mundschenk Echnatons hochgearbeitet hat – um Echnatons Pläne zu durchkreuzen. Paranefer hat schon Amenophis gedient, geht in den Privaträumen des Pharaos ein und aus und bedient auch Echnaton. Mit Paranefers Hilfe läßt Eje May, den Fächerträger und Liebhaber Echnatons, von ihren beiden engstvertrauten Priestern entführen und brutal foltern. Solange, bis May Eje verspricht, ihr bei der Zunichtemachung der Pläne für Achetaton zu helfen. Eje will Echnaton und Mays schändliche Affaire vor der Abstimmung um Achetaton im Hohen Rat öffentlich machen und mittels der für diesen Fall vorgesehenen Gesetze für die Absetzung Nofretetes und Echnatons sorgen, damit Achetaton nicht gebaut wird und ihre eigene Vormachtstellung erhalten bleibt. Doch die Intrige mißlingt. Nechbet, Nofretetes langjährige Zofe und frühere Kinderfrau, erfährt davon und ermordet May kurz vor seiner Anhörung im Hohen Rat. Dann richtet sie sich selbst. Eje muß erkennen, nicht nur ihren Zeugen verloren zu haben, sondern auch den Kampf um ihre Zukunft. Da verschwindet sie – von einem Tag auf den anderen.
Echnaton gewinnt damit zwar den politischen Kampf um Achetaton, doch er verliert Nofretetes Zuneigung, denn diese gibt Echnaton die Schuld am Tode Nechbets. Ihr Herz gehört nun alleine Thutmosis. Erst recht nach diesem zweiten Schicksalsschlag, denn der Tod der langjährigen Vertrauten Nechbet geht Nofretete sehr nahe. Es ist für sie fast so, als sei ihre Mutter gestorben. Somit bricht auch ihr alter Konflikt mit sich selbst, ihre ungeklärte Herkunft betreffend, erneut auf. Thutmosis sorgt sich sehr um Nofretete.
Daß mit Thutmosis etwas nicht stimmt, erkennt Echnaton zwar, aber er hinterfragt nicht den Grund dazu. Er will nur wissen, wieso es keine Frau in Thutmosis‘ Leben gebe. Doch Thutmosis schweigt dazu. Ebenso auch zu den abgedeckten Staffeleien in seinem Atelier. Echnaton darf nicht erfahren, was darunter abgebildet ist. Nofretete und Echnaton führen eine nach außen hin intakte Ehe, die ihrem Status als Königspaar entspricht; ihren ehelichen Pflichten kommt Nofretete aber nicht mehr nach. Echnaton ist sehr erbost darüber. Sein Wesen verändert sich; er verliert seine umgängliche Form und wird jähzorniger. Er vergräbt sich in seine Arbeit für den Bau der neuen Hauptstadt. Für die politischen Beziehungen zu seinen Nachbarländern interessiert sich Echnaton trotz der Ratschläge seiner Berater auch weiterhin nicht. Nofretete kämpft derweil sehr mit sich, weil Thutmosis immer wieder vorschlägt, das Land zu verlassen. Doch sie wehrt sich trotz der von Leidenschaft geprägten Liebe zu Thutmosis dagegen. Sie sei froh, in Ägypten eine Heimat gefunden zu haben. Dies sei umso wichtiger für sie, weil sie nichts über ihre wahre Herkunft wüßte. Das Land sei gut zu ihr gewesen; sie wolle es nicht im Stich lassen und ihre Aufgaben ernst nehmen.
Eje hingegen trifft am Hofe Nubiens ein, am Hofe Supiluls. Dieser macht seinem Ruf als Eroberer und machtgieriger Herrscher alle Ehre.
Schon auf den ersten Blick erkennt Eje, daß in Supiluls Königreich das Militär die wichtigste Bevölkerungsgruppe ist. Supilul und Eje erkennen schnell, daß sie gemeinsame Interessen haben, was Ägypten betrifft. Während sich in Ägypten Sorgen darüber ausbreiten, was mit Eje geschehen sei und man ihr Verschwinden im Volk als schlechtes Omen wertet, schmieden Eje und Supilul mit dem Beraterstab Supiluls finstere Pläne. Auch Ahmosis (37), der Vertreter des in Nubien gefangen gehaltenen hebräischen Volkes, gehört zu den Vertrauten Supiluls. Der hagere Mann trägt das gleiche Amulett am Hals, wie Nofretete, und vertritt die Hebräer im Staate.
Völlig überraschend für die Palastwache Echnatons marschieren Supilul und ein Teil seiner Soldaten in Ägypten ein. Ein böses Erwachen für die Palastwache Echnatons, doch Nofretete erweist sich Supilul gegenüber als gute Diplomatin. Als sie erkennt, daß Eje Supilul ins Land geholt hat, ist Nofretete gewarnt. Mit großem politischen Geschick zerstreut Nofretete Supiluls Angst davor, daß ein Glaubensumbruch in Ägypten zu Schwierigkeiten in seinem eigenen Land Nubien führen könnte. Supilul erklärt Nofretete diese Bedenken als Grund für sein Auftauchen. Die Faszination, die Supilul schon fünf Jahre zuvor – bei Amenophis‘ Begräbnis – für Nofretete verspürte, ist immer noch da. Dies erleichtert es Nofretete ganz wesentlich, Supilul davon zu überzeugen, daß ihm und seinem Land von Ägypten keine Gefahr drohe. Supilul folgt Nofretetes Vorschlägen und zeigt sich zufrieden. Nofretete läßt Echnaton von dessen Reise nach Amarna, dem Bauplatz von Achetaton, zurückrufen und arrangiert ein Bankett für Supilul. Es folgt eine Zeit der Harmonie, doch Supilul führt ganz andere Dinge im Schilde.
Ahmosis, der hagere, hebräische Berater aus Supiluls Stab, erkennt das Amulett an Nofretetes Hals als das Gegenstück zu dem wieder, das er selbst trägt. Als sich Ahmosis Nofretete gegenüber als ihr Bruder zu erkennen gibt, ist diese völlig außer sich vor Freude. Darüber vergißt sie jede Vorsicht. Sie ist froh, endlich etwas über ihre Herkunft erfahren zu können. Ejes engstvertraute Priester entdecken das Verhältnis zwischen Nofretete und Thutmosis. Nofretete sucht nun nach einem Weg, ihrem Volk aus der Gefangenschaft Supiluls zu verhelfen. In bester Absicht macht sie einen folgenschweren Fehler. Sie bittet Supilul darum, ihr das hebräische Volk zur Fertigstellung Ägyptens zur Verfügung zu stellen. Dieser willigt sofort ein. Hocherfreut darüber, daß sich ihm auf diese Weise ein Weg bietet, Ägypten mit seinen Spionen zu unterhöhlen. Wenig später marschieren die Hebräer nach Ägypten. Daß sich aus der Menschenmenge eine Vielzahl von Gestalten abzweigt und sich im Tempel von Eje versteckt, bleibt unbemerkt. Es sind die ersten Soldaten Supiluls, die sofort für Unruhen in Ägypten sorgen sollen. Eje ist Supiluls Verbündete. Dessen Heerführer Ramses prophezeit Echnatons baldiges Ende.
Auf der Suche nach Thutmosis entdeckt Echnaton, was unter den abgedeckten Staffeleien im Atelier ist. Er kennt jetzt die Identität der Frau in Thutmosis‘ Leben. Echnaton bebt vor Zorn über den Betrug, beseitigt aber die Spuren seiner Wut. Auch Nofretete gerät unter Druck; Eje eröffnet ihr zeitgleich, von ihrer Affaire mit Thutmosis zu wissen und sie von nun an in der Hand zu haben. Währenddessen befiehlt Echnaton Thutmosis, ihm in die Wüste zu folgen ... Supilul, inzwischen wieder in Nubien, spricht u.a. auch seinen beiden Söhnen Zannanza und Tutenchamun gegenüber davon, das Königreich Nofretetes und Echnatons endgültig zu zerstören. Mit einem mächtigen Schwertschlag zerfetzt er symbolisch die Landkarte Ägyptens.
Fortsetzung (Teil 2) unter der Karte

Ausführliche Inhaltsangabe Teil 2: Kampf um Ägypten
In Ägypten brechen Unruhen aus. Brandanschläge erschüttern das Land. Nofretete erinnert sich an Ejes Drohungen, sie – Nofretete – in der Hand zu haben. Nofretete berät sich mit Oberbefehlshaber Maja und General Haremhab, um eine Lösung zu finden. Wenn Hohepriesterin Eje zum Volk spricht, verkündet sie, daß die Unruhen die Folgen einer vom Pharao und seiner Frau ausgehenden Gotteslästerung sind.
In El Amarna, dem Bauplatz von Achetaton, ist eine riesige Zeltstadt entstanden. In dieser Zeltstadt leben die Hebräer und Arbeiter, die Achetaton bauen. Alles unter den Standbildern, die Aton gewidmet sind. Ähnlich einem Volk von Ameisen tragen die Männer das Material aus den nahegelegenen Alabasterbrüchen zu den Baustellen der einzelnen Häuser. Es ist eine gigantische, beeindruckende Großbaustelle, auf der 800.000 Männer arbeiten. Die clever-einfache Bauweise der Häuser und der unglaubliche Aufwand an Menschenkraft beschleunigen die Fertigstellung der Stadt ungemein. Straßen werden befestigt, erste Dächer fertiggestellt.
Echnaton befindet sich mit Thutmosis in den besonders komfortablen Zelten des Königs. Paranafer, Echnatons Mundschenk, ist dort für das Wohlergehen des Phararos zuständig. Semenchare, ein junger Adeliger, ist die rechte Hand Echnatons vor Ort. Echnatons Gesundheitszustand läßt zu wünschen übrig. Doch von einem unbändigen Willen getrieben, erörtert der Pharao den anwesenden Fachleuten seine Änderungswünsche, die Planungen betreffend. Er bezieht auch Thutmosis mit in die Gespräche ein, doch sein Tonfall und seine ganze Umgangsform, dem Freund und Mitschöpfer Achetatons gegenüber, ist nicht mehr freundschaftlich, sondern kühl und distanziert. Dies alles scheint Echnaton viel Kraft zu kosten; er wirkt fahrig und übermüdet. Thutmosis weiß, daß etwas nicht stimmt, sagt aber nichts dazu und widmet sich den Bauarbeiten. Seine Schüler aus Theben beginnen bereits damit, den Palast auszustatten. Darüber hinaus lernt Thutmosis Ahmosis, Nofretetes Bruder, besser kennen. Ahmosis führt als Vertrauter Supiluls die Hebräer in Achetaton an und freut sich, daß Nofretete ihm und seinem Volk mit dem Bau von Achetaton den Weg in eine bessere Zukunft ebnet. Denn nach der Fertigstellung der Stadt wollen die Hebräer aus Ägypten in die Freiheit, anstatt nach Nubien zurückzugehen.
Ein Tag voller guter Geschäfte für Halef endet furchtbar. Eine Horde randalierender Männer überfällt den Basar in Theben. Das blutige Gemetzel kostet viele Menschenleben. Auch das von Putschife, Halefs Frau. Als Thutmosis davon hört, daß die Frau seines Freundes Halefs unter den Toten ungeklärter Unruhen ist, will er Halef beistehen. Echnaton, Thutmosis gegenüber immer noch sehr zurückhaltend, läßt ihn ziehen, erteilt ihm aber den Auftrag, in Theben ein Abbild von Nofretete zu schaffen, mit dem die Schönheit Nofetetes die Ewigkeit überdauern soll. Thutmosis zeigt sich skeptisch, verspricht aber, diesen Wunsch zu erfüllen. Darüber hinaus teilt Echnaton Thutmosis seine rechte Hand Semenchkare als Leibwächter zu. Doch Semenchkare hat den Auftrag, Thutmosis rund um die Uhr zu beschatten. Eine von Thutmosis gesuchte Aussprache von Freund zu Freund lehnt Echnaton jedoch ab. Ahmosis bittet Thutmosis, Nofretete und General Haremhab auszurichten, daß immer wieder Männer von der Baustelle verschwinden.
Und er übergibt Thutmosis Briefe für Nofretete. Diese ist überglücklich, Thutmosis in Theben zu sehen. Es kommt zu einer leidenschaftlichen Liebesnacht. Sie freut sich auch über die Briefe von Ahmosis und deren Inhalt; erfährt sie so doch endlich, wer ihre Eltern waren und Verwandten sind. Sie liest auch viel über das Leben ihres Bruders und seinen Aufstieg in den Beraterstab Supiluls. Aber für die Unruhen, nach denen sich Thutmosis erkundigt, hat sie ebensowenig eine Erklärung, wie für Echnatons Stimmungswechsel Thutmosis gegenüber. Über Echnatons Befehl, das Abbild betreffend, freut sie sich, denn auf diese Weise bleibt Thutmosis ihr am Hofe Thebens erhalten. Auch wenn Thutmosis sich fragt, wieso er in dieser wichtigen Bauphase nicht in Achetaton sein soll. Er bleibt skeptisch. Davon, daß sie von Semenchkare beschattet werden, merken beide nichts. Zwischendurch tröstet Thutmosis Halef, der um seine Frau trauert. Thutmosis ermuntert ihn dazu, im Hinblick auf die geschäftlichen Perspektiven in der neuen Hauptstadt, mit seinen Kindern nach Achetaton zu ziehen.
In Nubien erstattet Heerführer Ramses seinem König Supilul Bericht darüber, daß der Baufortschritt in Achetaton nach Plan verläuft. Die Ziegelbauten wachsen schnell in die Höhe und der Palast entfaltet eine nie gekannte Pracht. Supilul sendet seinen Sohn Tutenchamun nach Theben, um Eje anzuweisen, daß sie das Volk auf eine Regierung von Zannanza, Supiluls erstgeborem Sohn, in Ägypten vorbereiten soll, wenn es keinen Echnaton mehr gebe. Theben solle Hauptstadt bleiben. Tutenchamun überbringt Eje diese Order, doch Eje beschließt, selbst Pharaonin werden zu wollen. Als Tutenchamun Nofretete aufsucht, um ihr im Namen seines Vaters Supilul die Glückwünsche zum erfolgreichen Verlauf der Bauarbeiten von Achetaton zu überbringen, verliebt er sich in sie. Doch diese weist ihn zurück. Tutenchamun entdeckt bald darauf Nofretetes Affaire mit Thutmosis, während diese Thutmosis für ihr Abbild sitzt. Thutmosis hat sich für das Format einer Büste entschieden. Aber Tutenchamun entdeckt auch, daß Semenchkare Thutmosis beschattet.
Eje, begeistert von der Idee, Hohepriesterin und Pharaonin zu sein, befiehlt Bot, nach Achetaton zu reisen, weil sie möchte, daß dort nach bewährtem Muster verfahren wird. Echnaton geht es danach immer schlechter; er ahnt nicht, daß Paranefer für Eje arbeitet und Echnaton mit einem Zusatz in den Speisen schleichend vergiftet. Von den Unruhen in Theben will er nichts wissen; er verlasse sich auf General Haremhab und Oberbefehlshaber Maja. Er habe seine Hauptstadt fertigzustellen, um Aton zu gefallen. Doch die Unruhen greifen weiter um sich. Das Volk gerät in Aufruhr. Nofretete zieht an allen politischen Fäden, um die Ägypter zu besänftigen. Nachts arbeitet sie mit Thutmosis im Atelier an der Büste, um Echnatons Auftrag zu erfüllen. Trotz der Unruhen erleben sie wunderschöne Monate in nahezu unbeeinträchtigter Zweisamkeit. Während Echnaton die letzten Arbeiten für Achetaton beaufsichtigt; völlig besessen davon, seine Mission pro Aton zu erfüllen und damit die Erneuerung der Religion im Staate Ägypten abzuschließen. Kuriere, von Semenchkare zu ihm geschickt, versorgen Echnaton mit allen Informationen über Nofretete und Thutmosis, während Achetaton seiner Vollendung entgegensieht. Echnaton wird immer verbitterter, obwohl er auf sein fertiges Achetaton herabsehen kann.
Als eines Morgens Tuschratta, König von Mitanni, schwer verletzt vor dem Palast in Achetaton eintrifft, erfährt Echnaton von dem sterbenen König, daß Supilul kurz zuvor nicht nur Mitanni erobert hat, sondern auch für die Unruhen in Ägypten verantwortlich ist. Ägypten sei das nächste Land, daß Supilul zur Eroberung vorsehe. Ahmosis, Nofretetes Bruder, überzeugt Echnaton davon, angesichts der drohenden Gefahr sofort nach Theben reisen zu müssen. Er, Ahmosis, wolle ihn begleiten. Obwohl nicht allzuweit entfernt, gestaltet sich die Reise wegen der angegriffenen Gesundheit Echnatons schwierig. Ahmosis erkennt, wieso es Echnaton so schlecht geht und entlarvt Paranefer als den, der Echnaton schleichend vergiftet. Echnaton, beflügelt vom Zorn, nimmt alle seine Kräfte zusammen und tötet Paranafer nach einem heftigen Schwertkampf.
Von nun an sieht Echnaton nur noch Verräter um sich herum. Echnaton eilt in Theben zunächst zu Nofretete und Thutmosis, die im Atelier an der Büste arbeiten. Nofretete ist über Echnatons plötzliches Erscheinen verunsichert. Als dieser bei ihr erneut sein Recht auf einen Sohn einfordert, verweigert sie sich ihm. Seinem einer Vergewaltigung nahekommenden Wutanfall begegnet sie mit dem Hinweis darauf, wie sehr sie geholfen habe, Aton zum neuen Gott Ägyptens zu machen. Dies sei der Sohn, den sie ihm bereits geschenkt habe. Und für diesen werde sie noch mehr tun. Dies besänftigt Echnaton. Er informiert Nofretete darüber, daß Eje ihn zu vergiften versucht hat. Und das Eje vermutlich mit Supiluls Soldaten an der Übernahme Ägyptens arbeite. Kurz darauf befiehlt Nofretete voller Haß auf Eje die Zerstörung aller Bildnisse und Statuen Amuns, des Reichsgottes, und dessen Löschung aus allen Inschriften. Darüber hinaus befiehlt sie auch die Räumung Thebens. Achetaton sei fertig; das Volk, die Beamten, Soldaten, Händler ... sie alle sollen in die Stadt Atons ziehen. Achetaton und der Tempel des Aton werden eingeweiht.
Eje ist außer sich vor Zorn. Sie gibt den Soldaten, die der schönen Hohepriesterin auf’s Wort folgen, den Befehl zur Ermordung des Hohen Rates. Maja stirbt während des blutigen Attentats. General Haremhab kann gegen die straff organisierten nubischen Männer, die seine Soldaten immer wieder aus dem Hinterhalt besiegen, nicht bestehen. Eje zwingt Tutenchamun aus Rache für die Auslöschung Amuns dazu, das Verhältnis zwischen Nofretete und Thutmosis öffentlich zu bezeugen. Echnaton kann nun nicht mehr anders. Den Untergang seines Reiches vor Augen, verurteilt er noch in derselben Nacht Nofretete und Thutmosis den Gesetzen gemäß zum Tode durch Einbalsamieren und Begraben bei lebendigem Leibe. Nofretete wird bei Ahmosis verhaftet. Der versucht, der Schwester zu helfen, doch er kann gegen die Palastwache nichts ausrichten. Thutmosis dagegen kann der Verhaftung entkommen. Eje sucht den – dem Wahnsinn nahen – Echnaton auf und schafft es, ihn zu vergiften. Echnaton will vor Schmerzen schreien, aber er bringt keinen Ton mehr raus. Das Gift lähmt seine Muskelfunktionen. Da stürzt Thutmosis in den Thronsaal, erfaßt die Lage und will Echnaton helfen. Eje nimmt den Becher aus Echnatons verkrampfter Hand und drückt ihn Thutmosis in dessen Hand; der nimmt ihn in der Verwirrung auch an. Als die Palastwache in den Thronsaal stürmt, beschuldigt Eje Thutmosis des Mordes an Echnaton. Echnaton erkennt noch das Unrecht, das geschieht, kann aber nichts mehr tun. Er ist noch bei Bewußtsein, aber bereits gelähmt. Mit einem letzten Blick und Händedruck bittet er Thutmosis um Verzeihung und stirbt kurz darauf qualvoll. Währenddessen verlieren die Soldaten Echnatons den Kampf gegen die aufmarschierende Armee von Supilul. Aber Ahmosis befreit Nofretete mit ein paar ergebenen Hebräern aus dem Kerker und versteckt sie. Der Warnung eines Ältesten davor, sich allzusehr in ägyptische Angelegenheiten einzumischen, wiederspricht Ahmosis damit, daß die Hebräer es Nofretete als einer ihrer Töchter schuldig seien, ihr zu helfen, da sie auch ihnen helfen wollte.
Supilul trifft in Theben ein und nimmt den Palast nebst Thronsaal in Besitz. Ahmosis steht ihm in seiner Beraterfunktion zur Seite. Echnatons Leiche liegt mit offenen Augen noch immer auf dem Thron. Thutmosis wird von Supiluls Soldaten hereingeführt. Eje beschuldigt Thutmosis erneut des Mordes an Echnaton. Der widerspricht vergeblich. Supilul fragt nach Nofretete. Eje hält diese für tot und ist erstaunt, als diese auf einen Fingerzeig Ahmosis‘ hin in den Thronsaal geführt wird. Eje berichtet Supilul vom Todesurteil, das Echnaton bereits über Nofretete gesprochen habe und das vollstreckt werden müsse. Doch Supilul erklärt, daß er Nofretete für das, was sie für Ägypten geleistet habe, bewundere. Sie solle das Land nach seinen Vorgaben weiterregieren. Eje protestiert energisch. Sie selbst wolle Pharaonin Ägyptens werden. Supilul lehnt dies ab. Doch ein Königsmörder müsse den alten Bräuchen gemäß sterben. Supilul gestattet Nofretete ein letztes Treffen mit Thutmosis in dessen Todeszelle. Es folgt ein langer und tränenreicher Abschied. Thutmosis zeigt Stärke; Nofretete leidet entsetzlich.
Am nächsten Tag sieht Nofretete mit versteinertem Gesichtsausdruck zu, wie ihr geliebter Thutmosis von den Priestern einbalsamiert wird. Stück für Stück verschwindet er hinter den Bandagen. Seine Augen auf Nofretete gerichtet. Seiner Verzweiflung, seinen Tränen – all‘ dem muß Nofretete zusehen, ohne etwas dagegen tun zu können. Ihr Brustkorb bebt; sie kämpft um ihre Beherrschung. Die Priester versiegeln den Sarg. Kurz, bevor die Grabkammer verschlossen wird, legen zwei Soldaten die Büste, die Thutmosis von Nofretete geschaffen hat, dazu. Während die Priester die Gruft zumauern, schreit Thutmosis dumpf aus dem Sarg heraus. Nofretete bewahrt nur schwer die Haltung. Dann wird die Grabkammer geschlossen. Nachts sitzt Nofretete alleine und verzweifelt vor der Mauer, hinter der Thutmosis begraben liegt. Jetzt ist sie nicht Pharaonin; jetzt ist sie eine trauernde Frau; eine Frau, die den Mördern ihres Geliebten ewige Rache schwört.
Mit der Beerdigung Echnatons erfüllt Nofretete diesem einen letzten Wunsch. Sie läßt ihn in Achetaton beisetzen und gibt Theben auf. Nur die Amun-Priester bleiben. Achetaton lebt. Das Bildnis Echnatons ist allgegenwärtig. Nofretete weiß, was sie Echnaton schuldig ist, und Supilul respektiert sie dafür.
Durch einen Hinweis von Ahmosis und Pentu, dem Leibarzt der Pharaonenfamilie, entdeckt Nofretete, daß Eje bereits für den Gifttod von Amenophis und ihrer zweitgeborenen Tochter verantwortlich ist. Während sie mit Tutenchamun an ihrer Seite gegen Eje vorgeht und beweist, daß Eje auch die Schuld am Tod Echnatons trägt, läßt Eje mit dem Ziel vor Augen, Pharaonin zu werden, Zannanza, Supiluls Sohn, auf dessen Weg nach Achetaton ermorden. Supiluls einstige Soldaten sind Eje vollkommen verfallen und kämpfen nun gegen die eigenen Landsleute. Doch mit Zannanzas Ermordung geht sie zu weit und bringt ihren bisherigen Verbündeten Supilul gegen sich auf. Im darauf folgenden Krieg um Ägypten werden Nofretetes und Supiluls Soldaten von Ahmosis und den Hebräern unterstützt. Eje verliert den direkten Kampf gegen Nofretete und stirbt qualvoll. Aber auch Nofretete ist am Ende ihrer Kräfte. Sie zieht sich vom Thron zurück, läßt Thutmosis mit Halefs Hilfe auf rehabilitierende Weise beerdigen und schenkt den Hebräern die Freiheit. Tutenchamun heiratet Meritaton, Nofretetes erstgeborene Tochter und wird neuer Pharao von Nubien und Ägypten, während sich Nofretete für immer von Achetaton verabschiedet. Sie verschwindet mit einer kleinen Eskorte in der Wüste. Nur die wunderschöne Büste bleibt zurück.

17.07.06
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